Die Elemente
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03.01.12-KW- 11:50

Ursprünge

Die 4-Elementenlehre ist eine Naturphilosophie, die von den Alten Ägyptern, Mesopotamiern entwickelt und von den Griechen und Römer vervollständigt wurde. Die ältesten Schriften (Imhotep) sind ungefähr so alt wie die ältesten Schriftzeugnisse des Ayurvedas.
Die 4-Elementenlehre beherrschte bis zur Aufklärung das Leben und Denken der Menschen in Europa; sie beschreibt somit unsere eigene Tradition nicht nur in der Medizin sondern auch im Hinblick auf archetypische Vorstellungen und Zuordnungen.

Philosophie

Nach der traditionellen europäischen Elementenlehre sind alle Dinge, Pflanzen, Tiere und Menschen (die ganze erfahrbare Welt) aus jeweils unterschiedlichen Anteilen der 4 Elemente zusammengesetzt.
Die Elemente sind quasi die kleinsten Bausteine der Welt; die Elemente bezeichnet man als Feuer, Wasser, Luft und Erde.
Sie haben jeweils typische, unverwechselbare Eigenschaften, die sowohl gegenständliche Charakteristika als auch psychisch-geistige Besonderheiten in sich vereinen.

Die Naturheilkunde

Speziell in der Naturheilkunde sind diese Anschauungen noch lebendig. Die Homöopathie und die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) ist ein fester Bestandteil erfolgreicher alternativer Behandlungen.
Die Elemente treten uns im Körper als Säfte entgegen; die Krankheitslehre nach der traditionellen 4-Elementenlehre bezeichnet man auch als Humoralpathologie.
Nach der Auffassung der Humoralpathologie zeichnet sich Gesundheit durch eine ausgewogene Mischung der Elemente (der Säfte) aus - die Eukrasie; während ein Krankheitszustand mit einer Entmischung, einer Dyskrasie einhergeht.
Eine Therapeut, der nach der 4-Elementenlehre arbeitet wird daher stets auf eine Harmonisierung dieser Elemente hinarbeiten.

Die Säfte

Säfte oder Elemente werden durch die Nahrung, durch die Atmung oder natürlich auch durch Arzneimittel aufgenommen. Diese jedoch müssen erst aufbereitet werden, um im Körper wirksam sein zu können.
Wenn diese Aufarbeitung nur unvollständig ist, können rohe Säfte im Körper sich anhäufen und verderben. Viele schulmedizinische chronische Erkrankungen sind nach der traditionellen 4-Elementenlehre auf abgelagerte, verdorbene Säfte zurückzuführen. Das wohl bekannteste Beispiel sind rheumatische Beschwerden (Schmerzen des Bewegungsapparats), die sich gerne nach Infektionskrankheiten manifestieren. Aber auch chronische Müdigkeit und Infektanfälligkeiten lassen sich nach der 4-Elementenlehre in sehr vielen Fällen auf abgelagerte verdorbene Säfte im Körper zurückführen.

Die Dyskrasie

Solche verdorbenen Säfte führen zu einer Dyskrasie - einem Ungleichgewicht der Säfte - und müssen dringend ausgeleitet werden, da nach der Alten Lehre auch die Möglichkeit einer karzinomatösen Entartung besteht.

Eine weitere Ursache für eine Dyskrasie ist ein Zuviel eines verkochten Saftes. Der Körper wird versuchen, diesen Saft auszuscheiden und der Patient leidet unter Schwitzattacken, Durchfällen oder einem ständigen Verschleimungsgefühl im Rachen oder ihn der Nase. Ein solches Ungleichgewicht wird man durch einen aktiven Ausgleich der Säfte harmonisieren.

Die dritte und einfachste Möglichkeit für eine Dyskrasie, also für ein Krankheitsgeschehen, ist das Fehlen eines Saftes. Im Falle eines chronisch niedrigen Blutdrucks oder ständiger kalter Hände und Füße wird die 4-Elementenlehre ein Zuwenig des Feuerelements diagnostizieren. In einem solchen Fall wird man über Phytotherapeutika (Heilpflanzen) das fehlende Element zuführen.

Diagnostik

Zur Diagnostik verwendet man in der 4-Elementenlehre außer einer akribischen Anamnese die Reflexzonendiagnostik und die Urinuntersuchung. Die Irisdiagnose kann unterstützend eingesetzt werden.
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