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Die 4-Elementenlehre

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Andruck ...
Passavia-2thumbPassavia-1thumb
11.05.12-KW- 14:01

Die Jünger der schwarzen Kunst

Die Wahl der Druckerei, die unsere Bibel drucken sollte, war lange Zeit offen. Über ein Jahr lang habe ich gesucht und immer wieder Angebote eingeholt und die Entscheidung wurde überraschend und wirklich schnell aus dem Bauch heraus getroffen. Entscheidend war, daß die Passavia-Druckerei Erfahrung im Druck hochwertigster Bücher im Kunstbereich besitzt. Prestel und Taschen lassen hier Bücher drucken und die Musterexemplare, die mir vorgelegt wurden, haben die Preisfrage ganz schnell in den Hintergrund treten lassen. Die Problematik einer derart hochwertigen und anspruchsvollen Erstausgabe war für Herrn Schneider, meinen Ansprechpartner, sofort klar und er erkannte auch die sensiblen Schwachpunkte einer solchen Produktion. Das hat mich dann letztlich überzeugt.
So ein Buch braucht vor allem eine kompetente Druckerei mit Erfahrung und da waren wir an der richtigen Adresse.

Rasende Maschinen

Wir hatten von der Druckerei sogar eine Einladung zum Andruck bekommen und obwohl es bei unserem Zeitplan ans Unwahrscheinliche grenzt, daß wir beide an dem Tag kommen könnten, hat es doch geklappt und es war auch gut so. Nicht nur, daß der Andruck etwas Tolles ist, wenn man so etwas das erste Mal erlebt, wie so ein Kind zur Welt kommt, sondern auch technisch, weil es doch noch einige Macken auszubügeln galt und kurzfristige Anpassungen vorgenommen werden mußten, die dann noch schnell vor Ort vorgenommen werden konnten. Gerade für den Einband waren ein paar Standkorrekturen notwendig, die niemand vorher wissen konnte. Realität und die Daten am Bildschirm sind eben doch nicht immer identisch. Da war es wieder gut, daß wir die offenen Dateien noch schnell auf DVD gebrannt hatten.

Zeit ...

Man konnte der Zeit beim vergehen zuschaun und es wurde einem schwindelig davon, wie schnell die Maschinen die Bögen fraßen. Die reine Druckzeit gibt sich recht bescheiden:

  • 24 Stunden digitale Vorbereitung, Datencheck, Standbogenbau, Auschießen, Plattenbelichtung
  • 30 Stunden reiner Druck

... und Materialeinsatz

Verbraten wurden für unsere Bibel:

  • insgesamt 128 Platten im Format 120 /160 und
  • 4 Platten 70/100
  • 52 Kilo Farbe
  • 2,7 to Papier
  • dazu ein Kasten Bier!

Daß das Bier tatsächlich getrunken wurde, bezweifle ich allerdings stark. Bei dem Tempo hätten die Jungs gar keine Zeit gehabt, sich den Kasten hinter die Binde zu gießen.

Zur Technik

920 Seiten, montiert pro Druckbogen zu je 30 Seiten pro Druckgang, macht bei Schön- und Widerdruck 2 mal 30 Seiten. Damit kommen wir auf 15 große Druckbogen (à 60 Seiten) und zwei "Zwergseiten" mit gerade mal 10 Seiten (5 Doppelseiten) mal 2 (das waren die kleinen Platten).
Damit werden für unsere 1.000er Auflage 15.000 (+ 1.000) Druckbogen beidseitig gedruckt, was 32.000 Drucken entspricht.
Die Maschine lief mit ca. 6.000 Drucken JE MINUTE(!) und damit wäre die Auflage in schlappen 10 Minuten gedruckt gewesen ... rein zahlenmäßig.

Falte A auf Punkt B ...

Mit den Druckbogen alleine ist noch gar nichts getan. so etwas sieht gut aus (wir haben uns als Raumdeko ein paar Bogen mitgeben lassen und aufgehängt), aber von einem Buch ist das weit entfernt. Die Bogen müssen zu einem Heft gefaltet und geheftet werden. Wie so etwas aussieht?

Gediegen Gold ist uns wohlfeil

Aus 16 Druckbogen werden so 16 Hefte, die mit Rückstichheftung zusammen gebunden werden. Blättern können Sie allerdings noch nicht, da behalten die Hefte ihr Geheimnis für sich, solange sie nicht geschnitten sind.
Der Beschnitt ist der nächste Schritt, bevor es zum Vergolden geht. Sind die 3 Seiten vergoldet, kommt das Vorsatz, die Lesebändchen, Kapitelbänder und alles zusammen wird in die Buchdecke eingehängt.

Zum Umschlag

Für den Einband haben wir uns auch etwas einfallen lassen. Eine matte Cellophanierung mit Lederprägung und eine Partial-Lackierung mit UV-Lack. Weil der Lackauftrag normalerweise aber nur ganz gewöhnlich "Spitze!" aussieht, haben wir den Lack mit Siebdruck auftragen lassen. Dadurch wurde ein höherer Lackauftrag möglich, der noch satter und dreidimensionaler aussieht.
Die selbe Behandlung hat auch der Schuber bekommen. Es geht eben immer noch ein wenig besser.
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